Einführung

Bioenergy Bardejov s.r.o

Im Januar 2010 wurde die Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage in Bardejov, die ökologische Energie erzeugt, in Betrieb genommen. Zusätzlich versorgt diese Anlage mehr als 7 000Haushalte in Bardejov mit Wärme, die aus erneuerbaren Energiequellen stammt und die billiger ist, als die Wärme aus dem Erdgas. Die Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage in Bardejov ist die einzige Anlage ihrer Art in der Slowakischen Republik. Eingesetzte österreichische Technologien, die dem neusten Stand der Technik in Europa

entsprechen, gewährleisten kombinierte, hocheffektive Erzeugung elektrischer und Wärmeenergie aus erneuerbaren Energiequellen. Der Bauherr und gleichzeitig Betreiber der Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage ist die Gesellschaft BIOENERGY BARDEJOV, s.r.o.

Der Bauherr und gleichzeitig Betreiber der Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage ist die Gesellschaft BIOENERGY BARDEJOV, s.r.o. Ein Jahr lang wird das Heizkraftwerk im Probebetrieb betrieben. Während dieses Probebetriebes werden vorgeschriebene Messungen von Emissionen durchgeführt. Wird durch kontinuierliche Messungen bewiesen, dass die beim Betrieb des Heizkraftwerkes entstandenen Emissionen in zugelassenen Grenzen liegen, wird dem Betreiber der Anlage die Genehmigung zum Dauerbetrieb erteilt. Die in der Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage eingesetzten österreichischen Technologien entsprechen dem neusten Stand der Technik.

Diese Technologien wurden von der Firma URBAS Maschinenfabrik Ges.m.b.H. geliefert,

die seit 20 Jahre hochmoderne Kesselanlagen für Wärmekraftanlagen sowie Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlagen entwickelt. Die Planungsarbeiten hat die Firma RIEGLER & ZECHMEISTER GmbH sichergestellt. Verkauf von Strom, Vertrieb und Verkauf von Wärmeenergie, die in der Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage in Bardejov erzeugt werden, läuft über die Firma Bardenergy s.r.o. Diese Gesellschaft hat für die Dauer von 20 Jahren mit dem Verwalter der Wärmewirtschaft der Stadt Bardejov, mit der Gesellschaft Bardterm s.r.o., einen Kaufvertrag über Verkauf von Wärme abgeschlossen. Die Gesellschaft gewährleistet den Wärmeabnehmer einen Wärmepreis, der um 10% niedriger ist, als der Wärmepreis für die durch Verbrennung von Erdgas erzeugte Wärme.

Einige technishe angaben und parameter der biomasse-kraft-wärmekopplungsanlage

  • es werden jährlich ca. 100 000 m3 Holzmasse (Hackschnitzel) verarbeitet - entspricht 12 - 15 LKW-s mit Holz pro Tag,
  • die Wärmeleistung der Anlage beträgt 25 MW, es werden ca. 200 000 - 250 000 GJ Wärme pro Jahr erzeugt,
  • elektrische Leistung der Anlage beträgt 8,2 MW, in einem Jahr werden 65 000 MWh Strom erzeugt,
  • die Anlage wird nur von 4 Mitarbeitern bedient,
  • bei der Verbrennung von Hackgut entweicht in die Luft ausschließlich der Wasserdampf und CO2,
  • die Asche wird von 2 Filtersystemen aufgenommen: das erste Filtersystem nimmt das Flugasche an, die nochmals verbrannt wird, mikroskopische Partikel werden von dem zweiten Filtersystem aufgenommen,
  • die Asche kann als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet werden.

Aufbau der biomasse-kraft-wärmekopplungsanlage in Bardejov

2007 genehmigte die Stadtvertretung in Bardejov den Vertrag über die Förderung von Investitionen für Bardenergy s.r.o. Die Bauarbeiten haben im November 2008 begonnen. Mit den Bauarbeiten wurde als Generalunternehmer die Firma URBAS GmbH beauftragt. Mitte Oktober 2009 wurden die Montagearbeiten beendet und anschließend einzelne technologischen Anlagen getestet. Im November 2009 wurden mit kleinen Unterbrechungen Wärmeaustauscher in den Heizwerken der Gesellschaft Bardterm s.r.o. installiert. Schritt für Schritt wurde die aus dem Erdgas erzeugte Wärme durch Wärme aus Biomasse ersetzt. Im Dezember wurde die Dampfturbine mit Generator angeschlossen.

Danach erfolgten die ersten Lieferungen elektrischer Energie in das Verteilungsnetz der VSD, a.s. Im Januar 2010 wurde die Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage im Probebetrieb genommen (der Probebetrieb dauert ein Jahr). Während des Probebetriebes werden die vorgeschriebenen Emissionsmessungen sowie die Synchronisierung der Strom- und Wärmelieferungen durchgeführt. Der Bauherr ist seiner vertraglichen Zusage nachgekommen und schon im Januar 2010 sanken die Wärmepreise für diejenigen Einwohner der Stadt Bardejov, die an das Verteilungsnetz der Firma Bardterm s.r.o. angeschlossen sind, um jeweils 10% im Vergleich mit den für das Jahr 2010 genehmigten Wärmepreisen für Wärme, die auf Erdgas-Basis erzeugt wird.

Der Vertragsgegenstand des Werkvertrages war nicht nur die Errichtung des Bauobjektes sowie die Inbetriebnahme der technologischen Anlagen, sondern auch die Verlegung einer 6,5 km langen Warmwasserleitung. An diese Warmwasserleitung wurden 12 städtische Heizwerke angeschlossen, die mit der in der Biomasse-Kraft-Wärmekopplungsanlage erzeugten Wärme beliefert werden. Die Verlegung der Warmwasserleitung war aber mit verschiedenen Bodenaushubarbeiten in der Stadt verbunden. Der Bauherr verpflichtete sich aber, die Straßen sowie die Gehwege in den ursprünglichen Zustand zu bringen, bzw. diese neu aufzubauen. Die letzten Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühling 2010, wenn der Winter vorbei ist, durchgeführt, weil erst dann die mit Erde zugeschütteten Gruben die richtige Oberfläche haben.